
ANNETTE VON DROSTE-HÜLSHOFF
Die Frau der Woche ist diesmal die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff, die am 10./12/ oder 14. Januar ihren 210.Geburtstag feiern würde. (die Quellen sind sich über das genaue Geburtsdatum nicht schlüssig)
Annette stammte aus einer alteingesessenen aber nicht sehr einflussreichen westfälischen Adelsfamilie. Ihr Vater, Clemens August von Droste-Hülshoff, vererbte ihr das Interesse für Musik, ihre Mutter Therese hingegen die Freude an der Literatur.
Daher erwachte schon sehr früh ihre literarische Begabung und so durfte sie am Unterricht ihrer Brüder teilnehmen. Ihre Mutter, die selbst zu feierlichen Anlässen Gedichte schrieb, unterstütze ihre Tochter und auch von seitens ihres Onkels, Komponist von Beruf, erhielt sie eine gewisse musische Förderung.
Trotzdem wurde Annettes Begabung eingeschränkt, da man aufgrund ihres Standes von Veröffentlichungen zurückschreckte und es daher auch nicht sehr viele Veröffentlichungen von ihr gibt.
Trotzdem knüpfte sie schon sehr früh Bekanntschaft zu Künstlerkreisen.
1830 lernt sie Levin Schücking kennen, den Sohn einer Bekannten. Als diese Bekannte stirbt, fühlt sich Annette sozusagen als Patin für ihn verantwortlich. Nach seinem Studium, beginnt
er sich ebenfalls als Literat einen Namen zu machen. Durch das gemeinsame Interesse wächst die Freundschaft. Sie wird zu dichterischen Versen beflügelt, die sie auf den Höhepunkt ihres Schaffens katapultieren. Levin Schücking ist es auch, der sie zur Herausgabe einer größeren Gedichtsammlung drängt. Da er sich um die Zusammenstellung des Bandes und auch um die Verhandlungen mit dem Verleger kümmert, willigt Annette ein.
Sie wird aber im Laufe der Zeit von der sich verschlimmernden Krankheit in ihre Grenzen gezwungen. Die Dichterin litt schon seit frühester Kindheit an einer Art Nervenschwindsucht, die sich im Alter zu krampfartigem Kopfweh wandelte.
Schließlich stirbt Annette von Droste-Hülshoff am 24. Mai 1848 im Alter von nur 51 Jahren.
Sie hat es als Frau aber trotzdem geschafft sich einen Namen zu machen und sich in der Männerwelt zu behaupten.
(Quelle: Berglar, Peter, Annette von Droste-Hülshoff in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten, Hamburg 1967)
kate24 - 8. Jan, 19:08