Frau der Woche 4
MARIA LEOPOLDINE VON ÖSTERREICH
Die Frau der Woche ist diesmal Maria Leopoldine von Österreich. Sie wurde am 22. Jänner 1797 in Wien als vier Kind von Kaiser Franz I. und seiner zweiten Gemahlin Maria Teresia von Neapel-Sizilien geboren.
Sie wurde gemeinsam mit drei ihrer Schwestern erzogen, mit denen sie auch ihr Leben lang regen Briefkontakt führte. Besondere Zuneigung empfand die dabei für ihre älterer Schwester Maria Ludovika, die als zweite Gattin Napoleons in die Weltgeschichte einging.
Bereits mit zehn Jahren verlor sie ihre Mutter, fand aber in ihrer Stiefmutter Maria Ludovika von Modena-Este einen guten Ersatz. Die beiden unternahmen oft Reisen und lernten dabei auch Johann Wolfgang von Goethe kennen.
Maria Leopoldine war naturwissenschaftlich interessiert und tat sie auch beim Erlernen von Sprachen sehr leicht.
Auf Druck des Kanzlers Metternich begannen schon für Verhandlungen bezüglich einer Heirat Maria Leopoldines mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro (1798-1834). Obwohl man von dessen unmoralischen Lebenswandel wusste, wurde die Ehe beschlossen und schon im Mai 1817 wurde per procurationem (also mit einem Stellvertreter) im Wien geheiratet.
Kurz darauf begab sie sich auf die dreimonatige Seefahrt, die sie nach Rio e Janeiro brachte, wo ihr Gatte weilte. Das heutige Brasilien war damals noch eine Kolonie Portugals und da zu der Zeit Unruhen in Portugal herrschten, war die gesamte Königsfamilie nach Übersee geflüchtet.
Schließlich fand im November 1817 die eigentliche Hochzeit im Stadtpalast statt.
Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein konnte, führten sie in den Anfangsjahren eine relativ glückliche Ehe und ihr war es so gestattet, politisch mitzureden.
Während ihre Schwiegereltern nach einigen Jahren nach Portugal zurückkehrten, blieb das junge Kronprinzenpaar in Südamerika.
Schließlich leiteten beide eine weitgehende Autonomie Brasiliens ein und Pedro verkündete im September 1822 die totale Unabhängigkeit des Landes. Anfang Dezember 1822 wurde bei zu Kaiser und Kaiserin von Brasilien gekrönt.
Beruflich erfolgreich, legte sich privat ein Schatten auf die Ehe der beiden: Dom Pedro hatte eine Dona Domitilia kennen gelernt und sie als offizielle Geliebt am Hof aufgenommen.
Schließlich wurde sie noch zu Leopoldines erster Hofdame gemacht und nachdem sie dem Kaiser ein Kind geboren hatte, auch noch in den Adel erhoben. Das Kind wurde zudem noch mit den legitimen Sprösslingen des Kaiserpaars erzogen.
Leopoldine trotzte all diesen Demütigungen und versuchte all den Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.
Die Auseinandersetzungen des Paars steigerten sich aber und bald misshandelte Dom Pedro seine Frau nicht nur psychisch sondern auch körperlich: er trat und schlug sie und soll auch davor nicht zurückgeschreckt haben, sie in der Schwangerschaft in den Bauch zu treten.
Dieser Tritt löste vermutlich eine Fehlgeburt aus, an deren Folgen sie schließlich am 11.Dezember 1826 starb.
Sie hatte sechs Kindern das Leben geschenkt: ihr Sohn Pedro (1825-1891) wurde der spätere Kaiser Pedro II.
Die Frau der Woche ist diesmal Maria Leopoldine von Österreich. Sie wurde am 22. Jänner 1797 in Wien als vier Kind von Kaiser Franz I. und seiner zweiten Gemahlin Maria Teresia von Neapel-Sizilien geboren.
Sie wurde gemeinsam mit drei ihrer Schwestern erzogen, mit denen sie auch ihr Leben lang regen Briefkontakt führte. Besondere Zuneigung empfand die dabei für ihre älterer Schwester Maria Ludovika, die als zweite Gattin Napoleons in die Weltgeschichte einging.
Bereits mit zehn Jahren verlor sie ihre Mutter, fand aber in ihrer Stiefmutter Maria Ludovika von Modena-Este einen guten Ersatz. Die beiden unternahmen oft Reisen und lernten dabei auch Johann Wolfgang von Goethe kennen.
Maria Leopoldine war naturwissenschaftlich interessiert und tat sie auch beim Erlernen von Sprachen sehr leicht.
Auf Druck des Kanzlers Metternich begannen schon für Verhandlungen bezüglich einer Heirat Maria Leopoldines mit dem portugiesischen Kronprinzen Dom Pedro (1798-1834). Obwohl man von dessen unmoralischen Lebenswandel wusste, wurde die Ehe beschlossen und schon im Mai 1817 wurde per procurationem (also mit einem Stellvertreter) im Wien geheiratet.
Kurz darauf begab sie sich auf die dreimonatige Seefahrt, die sie nach Rio e Janeiro brachte, wo ihr Gatte weilte. Das heutige Brasilien war damals noch eine Kolonie Portugals und da zu der Zeit Unruhen in Portugal herrschten, war die gesamte Königsfamilie nach Übersee geflüchtet.
Schließlich fand im November 1817 die eigentliche Hochzeit im Stadtpalast statt.
Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein konnte, führten sie in den Anfangsjahren eine relativ glückliche Ehe und ihr war es so gestattet, politisch mitzureden.
Während ihre Schwiegereltern nach einigen Jahren nach Portugal zurückkehrten, blieb das junge Kronprinzenpaar in Südamerika.
Schließlich leiteten beide eine weitgehende Autonomie Brasiliens ein und Pedro verkündete im September 1822 die totale Unabhängigkeit des Landes. Anfang Dezember 1822 wurde bei zu Kaiser und Kaiserin von Brasilien gekrönt.
Beruflich erfolgreich, legte sich privat ein Schatten auf die Ehe der beiden: Dom Pedro hatte eine Dona Domitilia kennen gelernt und sie als offizielle Geliebt am Hof aufgenommen.
Schließlich wurde sie noch zu Leopoldines erster Hofdame gemacht und nachdem sie dem Kaiser ein Kind geboren hatte, auch noch in den Adel erhoben. Das Kind wurde zudem noch mit den legitimen Sprösslingen des Kaiserpaars erzogen.
Leopoldine trotzte all diesen Demütigungen und versuchte all den Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen.
Die Auseinandersetzungen des Paars steigerten sich aber und bald misshandelte Dom Pedro seine Frau nicht nur psychisch sondern auch körperlich: er trat und schlug sie und soll auch davor nicht zurückgeschreckt haben, sie in der Schwangerschaft in den Bauch zu treten.
Dieser Tritt löste vermutlich eine Fehlgeburt aus, an deren Folgen sie schließlich am 11.Dezember 1826 starb.
Sie hatte sechs Kindern das Leben geschenkt: ihr Sohn Pedro (1825-1891) wurde der spätere Kaiser Pedro II.
kate24 - 24. Jan, 18:04