Schlauheit der Woche 3
ÖSTERREICH HAT DEN GRÖSSTEN FRIEDHOF EUROPAS
Der Wiener Zentralfriedhof ist flächenmäßig (2,5 km2) der zweitgrößte Friedhof Europas, an der Zahl von rund 3 Millionen Bestatteten gemessen, sogar der größte.
Unter Joseph II. (1741-1790) wurde alle Friedhöfe innerhalb der Stadt aufgelassen und neue in den Vororten angelegt. Aber schon bald litten diese „Ausweichfriedhöfe“ unter Platzmangel.
Deshalb beschloss der Wiener Gemeinderat 1863 die Errichtung eines Zentralfriedhofs, der für die nächsten hundert Jahre allen Wiener und Wienerinnen als letzte Ruhestätte dienen sollte.
Man einigte sich schließlich auf ein Areal bei Kaiserebersdorf und nach drei Jahren Bauzeit (1871-187) wurde das Projekt endlich fertig gestellt.
Anfangs war der Friedhof sehr unbeliebt, da noch kaum Vegetation vorhanden war und auch die heute bekannten Bauwerke fehlten.
Um dem entgegen zu wirken, beschloss man die Errichtung einer Ehrengrabanlage, die als Publikumsmagnet wirken sollte. Man bettete darum zahlreiche Berühmtheiten von andren Friedhöfen auf den Zentralfriedhof um. Deshalb ruhen unter anderem Ludwig van Beethoven und Franz Schubert nun hier, obwohl sie seinerzeit woanders beerdigt wurden.
Am 1.11.1874 wurde der Zentralfriedhof schließlich „eröffnet“.
Inzwischen wurde er schon sieben Mal erweitert und soll zur Zeit circa drei Millionen Verstorbene beherbergen. Aufgrund seiner Größe wurde ein Verkehrswegenetz im Friedhof errichtet und um den Besuchern die zum Teil weiten Wege zu ersparen, wurde ein eigener Friedhofsbus angeschafft, der im Halbstundentakt durch das Areal fährt.
Der überwiegende Teil der Friedhofs besteht aus katholischen Gräbern, aber in der Zwischenzeit haben sie auch andere Religionen dort die letzte Ruhe gesichert: neben der evangelischen Abteilung (ab 1904), gibt es nun auch eine alten (bis 1916) und neuen (ab 1916) jüdischen Friedhof. Für orthodoxe Christen (ab 1895)gibt es eine russische, griechische etc. Abteilung und die Menschen, die islamischen Glaubens sind (Mitte der 70iger Jahre), können zwischen alter, neuer und islamisch-ägyptischer Abteilung wählen.
Kurioser Weise gibt es seit kurzem auch eine buddhistische Abteilung (ab 2005).
Neben allen Präsidenten der Zweiten Republik, haben auch zahlreiche Berühmtheiten dort ihre letzte Ruhestätte gefunden: viele Politiker (Leopold Figl, Bruno Kreisky,..), zahlreiche Schauspieler (Max Böhm, Karl Farkas, Theo Lingen, Hans Moser...), Komponisten ( Johannes Brahms, Johann Strauß Vater und Sohn,...), und und und.
Neben zahlreiche toten Bewohnern, gibt es aber auch genügend Leben am Zentralfriedhof: neben Eichkätzchen, Dachsen, Mardern und Turmfalken, gibt es sogar an 20 Rehe, die dort ihre Heimat gefunden haben.
(Quelle: Werner T. Bauer: Wiener Friedhofsführer. Genaue Beschreibung sämtlicher Begräbnisstätten nebst einer Geschichte des Wiener Bestattungswesens. Falter Verlag, Wien 2004)
Der Wiener Zentralfriedhof ist flächenmäßig (2,5 km2) der zweitgrößte Friedhof Europas, an der Zahl von rund 3 Millionen Bestatteten gemessen, sogar der größte.
Unter Joseph II. (1741-1790) wurde alle Friedhöfe innerhalb der Stadt aufgelassen und neue in den Vororten angelegt. Aber schon bald litten diese „Ausweichfriedhöfe“ unter Platzmangel.
Deshalb beschloss der Wiener Gemeinderat 1863 die Errichtung eines Zentralfriedhofs, der für die nächsten hundert Jahre allen Wiener und Wienerinnen als letzte Ruhestätte dienen sollte.
Man einigte sich schließlich auf ein Areal bei Kaiserebersdorf und nach drei Jahren Bauzeit (1871-187) wurde das Projekt endlich fertig gestellt.
Anfangs war der Friedhof sehr unbeliebt, da noch kaum Vegetation vorhanden war und auch die heute bekannten Bauwerke fehlten.
Um dem entgegen zu wirken, beschloss man die Errichtung einer Ehrengrabanlage, die als Publikumsmagnet wirken sollte. Man bettete darum zahlreiche Berühmtheiten von andren Friedhöfen auf den Zentralfriedhof um. Deshalb ruhen unter anderem Ludwig van Beethoven und Franz Schubert nun hier, obwohl sie seinerzeit woanders beerdigt wurden.
Am 1.11.1874 wurde der Zentralfriedhof schließlich „eröffnet“.
Inzwischen wurde er schon sieben Mal erweitert und soll zur Zeit circa drei Millionen Verstorbene beherbergen. Aufgrund seiner Größe wurde ein Verkehrswegenetz im Friedhof errichtet und um den Besuchern die zum Teil weiten Wege zu ersparen, wurde ein eigener Friedhofsbus angeschafft, der im Halbstundentakt durch das Areal fährt.
Der überwiegende Teil der Friedhofs besteht aus katholischen Gräbern, aber in der Zwischenzeit haben sie auch andere Religionen dort die letzte Ruhe gesichert: neben der evangelischen Abteilung (ab 1904), gibt es nun auch eine alten (bis 1916) und neuen (ab 1916) jüdischen Friedhof. Für orthodoxe Christen (ab 1895)gibt es eine russische, griechische etc. Abteilung und die Menschen, die islamischen Glaubens sind (Mitte der 70iger Jahre), können zwischen alter, neuer und islamisch-ägyptischer Abteilung wählen.
Kurioser Weise gibt es seit kurzem auch eine buddhistische Abteilung (ab 2005).
Neben allen Präsidenten der Zweiten Republik, haben auch zahlreiche Berühmtheiten dort ihre letzte Ruhestätte gefunden: viele Politiker (Leopold Figl, Bruno Kreisky,..), zahlreiche Schauspieler (Max Böhm, Karl Farkas, Theo Lingen, Hans Moser...), Komponisten ( Johannes Brahms, Johann Strauß Vater und Sohn,...), und und und.
Neben zahlreiche toten Bewohnern, gibt es aber auch genügend Leben am Zentralfriedhof: neben Eichkätzchen, Dachsen, Mardern und Turmfalken, gibt es sogar an 20 Rehe, die dort ihre Heimat gefunden haben.
(Quelle: Werner T. Bauer: Wiener Friedhofsführer. Genaue Beschreibung sämtlicher Begräbnisstätten nebst einer Geschichte des Wiener Bestattungswesens. Falter Verlag, Wien 2004)
kate24 - 20. Jan, 19:10